Wer in die neue Wohnung der Eheleute M. kommt, wird kaum glauben können, dass die Hausherrin lange mit ihrer Entscheidung gerungen hat, sich auf ein Penthouse mit Wohnzimmer, Küche, zwei Schlafzimmern und Bad einzulassen.

Hier wirkt alles so, als ob das Paar schon seit geraumer Zeit in den großzügigen Räumen leben würde. „Ich habe an unserem Haus mit Garten sehr gehangen“, berichtet die Ehefrau. „Doch jetzt bin ich angekommen und froh, diesen Schritt gemacht zu haben.“

Für Tanja Gores, Planerin bei Hetkamp, ist das keine ungewohnte Situation. „Die Kunden lassen ja Vertrautes und Liebgewonnenes zurück. Wenn man sich beispielsweise aus Altersgründen kleiner setzen möchte, muss man sich zwangsläufig von Dingen und auch Gewohnheiten trennen. Das fällt niemandem leicht, auch wenn man sich für etwas Neues entschieden hat.“ Für die gelernte Architektin geht es daher nicht nur darum, die Ansprüche der Kunden an Design, Funktionalität und Wohl- gefühl auf einen anderen Ort zu übertragen oder auf weniger Quadratmeter herunterzubrechen. Sie braucht auch eine gehörige Portion Empathie und Verständnis für die Gefühlslage der Menschen, für die sie ein neues Zuhause schafft.

„Der partnerschaftliche Umgang ist dabei das A und O. Man kann so ein Projekt nur gemeinsam mit dem Kunden realisieren“, sagt Tanja Gores. Die Familie M. habe sie fast ein Jahr lang begleitet – von der ersten Idee bis hin zur nun fertiggestellten Wohnung. „Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht und immer in einem regen Dialog miteinander gestanden“, erklärt Gores. Die Hausherrin sei sehr kenntnisreich, der Ideenaustausch für beide Seiten sehr erfüllend gewesen. „Die Zeit spielt dabei eigentlich keine Rolle. Mehr Zeit zu haben, ist sogar hilfreich, denn so kann ich ein viel tieferes Gespür für die Wünsche und Erfordernisse der Kunden bekommen“, so die Wohnexpertin.

Im Fall der Eheleute M. galt es, eine Wohnung, die zuvor vermietet war, in das neue Heim für die nächsten Jahre zu verwandeln. Der architektonische Rahmen der erst acht Jahre alten Wohnung blieb dabei unverändert. Die Räume erhielten dennoch ein komplett anderes Gesicht. Ein wesentlicher Schritt: Die bisherigen Fliesen wichen einem markanten Holzdielenboden. „Die Hausherren hatten fast schon Angst, der sei zu rustikal ausgefallen“, berichtet Tanja Gores. Aber als dann die Einbaumöbel, das in grau lackierte TV-Paneel und die sehr klar durchstrukturierte Küche fertiggestellt waren, habe sich langsam der Aha-Effekt eingestellt.

Wichtig dabei:

Tanja Gores kombinierte vorhandene Möbel und Einrichtungsgegenstände mit neuen.

So wurde dem Lieblingsstück des Hausherrn, einem 35 Jahre alten Lounge Chair von Charles und Ray Eames, eine moderne Sitzmöbelgruppe zugesellt, die eine perfekte Ruheinsel im Wohnzimmer bildet. Runde Wittmann-Sessel treffen hier auf das Sofa „Paul“ von Molteni, grüner Samt auf graumelierten Stoff. Ein flauschiger Teppich gibt der Insel die Basis, Leuchten von Occhio setzen die Insel in Szene.

Auch der aus wunderschönem Massivholz gefertigte Esstisch ist noch ein Erbstück aus der alten Wohnung. Die dazugestellten Lederstühle und eine Sitzbank interpretieren seine Rolle neu. Wer sich am Tisch niederlässt, kann seinen Blick in die offene, ganz in weiß gehaltene Küche schweifen lassen. Pflegeleichter Keramik in Natursteinoptik prägt die Arbeitsflächen.

Viele kleine Schmankerl vom Weintemperaturschrank über den Gaggenau-Herd, Backofen und Dampfgarer von V-Zug und die berbel-Abzughaube bis hin zu den Armaturen der Blanco-Spüle gibt es hier zu entdecken. Sie sind nicht nur komfortabel, sondern wirken auch inspirierend.

Die Tischler von Hetkamp haben dafür gesorgt, dass in der Küche alles wie aus einem Guss wirkt. Aber nicht nur dort: Auch im Bad und in den beiden Schlafräumen, beim raffinierten Schuhschrank im Flur oder im Haushaltsraum ist die handwerkliche und designerische Linie von Hetkamp zu erkennen. „Ich freue mich, dass wir hier eine wohnliche Atmosphäre geschaffen haben, die unseren Kunden die bestmögliche Basis für den neuen Lebensabschnitt gibt“, sagt Wohnexpertin Tanja Gores. Und ein ganz klein bisschen ist sie auch traurig, dass die schöne Zeit des Ideensammelns, Planens und Gestaltens für und mit dem Ehepaar M. nun vorüber ist.