Einrichten auf höchstem Niveau, eine eigenständige Handschrift in Sachen Design, ein ausgeprägtes Verständnis für bildende Kunst und dazu noch ein Modeangebot, das die angesagtesten Labels versammelt – so ein Portfolio findet sich kaum ein zweites Mal in Deutschland. Warum Hetkamp sich in so verschiedenen Sparten tummelt (und zwar sehr erfolgreich), versteht man, wenn man sich mit der Geschichte des Unternehmens beschäftigt.

Diese reicht zurück bis in das Jahr 1866, als der Tischler Gerhard Hetkamp seine Schreinerei gründete. Mit soliden, von Hand gefertigten Wiegen, Betten, Kommoden und Schränken schuf er sich schnell einen Namen. Sein Sohn und sein Enkel setzten die Tradition fort und der Betrieb entwickelte sich bis in die 1930er Jahre stetig weiter.

Bis dahin keine außergewöhnliche Geschichte für ein Handwerksunternehmen. Dies änderte sich in der Zeit des Wirtschaftswunders. Die Hetkamps eröffneten ein echtes Möbelgeschäft, erweiterten ihr Sortiment um Möbel namhafter Hersteller. Denn die Nachfrage boomte in dieser Zeit, die Leute gönnten sich nach den entbehrungs- reichen Jahren wieder etwas Schönes. Und das Zuhause wurde gerne repräsentativ ausgestattet.

Insbesondere Luzie Hetkamp ist es zu verdanken, dass die Produktpalette sich in Richtung Kunst und Mode entwickelte. Sie, eine ausgesprochene Ästhetin und Kunst- freundin, präsentierte ab den 1970er Jahren Bilder und exklusives Kunsthandwerk aus ihrem Privatbesitz in den Schaufenstern des Geschäftes. Eigentlich war das nur zu dekorativen Zwecken gedacht, aber die Kundinnen und Kunden fragten immer öfter an, wo man diese schönen Stücke erwerben könne.

Mit der Mode verhielt es sich ähnlich. Zu den ersten Blaudruck-Tischdecken gesellten sich nach und nach auch Blusen und Röcke. Die konkrete Nachfrage der Kundinnen ließ die Modesparte wachsen. Durch den Ausbau des Hauptgeschäftes auf vier Geschosse im Jahre 1977 wurde die Ausstellungsfläche stark vergrößert und die Mode gewann noch mehr an Präsenz. Bereits in den 1980er Jahren stand Hetkamp als Synonym für angesagte und exklusive Designermode.

Mit dem Eintritt von Helmut Ackmann im Jahr 2002 erklomm Hetkamp insbesondere im Bereich exklusiver Möbel und hochwertiger Einrichtungen eine neue Stufe. Seine Vorstellung von modernem Design und Ästhetik flossen in die Philosophie des Unternehmens ein und bilden zusammen mit der handwerklichen Tradition, die mit der firmeneigenen Manufaktur gepflegt wird, bis heute die DNA von Hetkamp WOHNT!, Hetkamp KOCHT! und Hetkamp DESIGN!

Parallel dazu gab Marlene Hübers dem Modebereich neue Inspiration und Bedeutung. Ihre Philosophie, sich in die Kundin einzufühlen sowie schon beim Besuch der großen Messen und beim Einkauf an bestimmte Kundinnen zu denken, prägt die Arbeit des Modeteams und ist Grundlage des anhaltenden Erfolges. Logische Folge: 2008, als Hubert und Luzie Hetkamp sich aus dem Geschäft zurückzogen, übernahmen Helmut Ackmann und Marlene Hübers zusammen mit Werkstattleiter Thomas Flinks das Unternehmen.

Mitte 2020 wurden nun die Weichen erneut neu gestellt. Mit Manuel Happe stieg ein neuer Geschäftsführer in das Traditionsunternehmen ein, der den gleichen ausgeprägten Sinn für Design und Ästhetik mitbringt, der Hetkamp groß und dauerhaft erfolgreich gemacht hat.

Zum Erfolgskonzept von Hetkamp gehört bis heute das Gespür für die Wünsche und Bedürfnisse der Kundschaft.

Darüber hinaus hat man es immer verstanden, den Besucherinnen und Besuchern des Hauses die eigenen kreativen Ideen plastisch vor Augen zu führen. Die Präsentationen in der eigenen Design-Wohnung, im Küchenhaus oder in der charmanten Remise am Raesfelder Schloss sind Teile eines Konzeptes, das den Kunden vom ersten Schritt an mitnimmt in eine aufregende und exklusive Welt. Dabei verlieren die Berater, Architekten, Designer und Handwerker nie den ganzheitlichen Aspekt aus dem Auge. Das Gespräch mit dem Planer wird zum anregenden Meinungsaustausch, der Mode-Einkauf zum entspannten Bummel „wie bei der besten Freundin im Ankleidezimmer.“

Exklusivität, Schönheit, Qualität und Funktionalität sind die hervorragenden Merkmale aller Hetkamp-Produkte. Darauf konnte man sich schon vor 150 Jahren verlassen. Das ist heute noch so. Und das wird auch in Zukunft so bleiben. Versprochen!